SEO Strategie entwickelnSuchmaschinen-Optimierung strategisch planen.

Bevor man blindlings mit der Umsetzung von einzelnen, unkoordinierten SEO Maßnahmen beginnt, sollte man sich darüber klar werden, was man mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung erreichen möchte.

In der SEO-Strategie ist es vor allem wichtig, die Ziele schriftlich festzuhalten und anhand dieser Ziele sinnvolle und messbare Maßnahmen zu entwickeln. Dabei sollten alle Stakeholder eingebunden werden, denn die Personalabteilung hat in der Regel andere Ziele als beispielsweise die Abteilung Sales und Marketing.

Da Unternehmen in der Regel aber eine einzige, zentrale Webseite betreiben, ist es wichtig, dass die Ziele auch unternehmensweit definiert werden. Je größer das Unternehmen ist, desto wichtiger ist es, dass alle Abteilungen an einem Strang ziehen.

 

SEO Ziele & KPI’s festhalten

Dabei bietet eine schriftlich verfasste SEO Strategie einen großen Vorteil: In der Regel lassen sich aus den Zielen direkt KPIs ableiten, anhand derer sich der Erfolg der Strategie messen und überwachen lässt. Dabei ist es egal ob die Strategie dann intern oder extern umgesetzt wird.

SEO Strategie Themen Überblick

Sinnvolle Ziele einer SEO-Strategie

Sinnvolle Ziele für eine SEO Strategie sind dabei beispielsweise die Steigerung des qualifizierten Traffics, Steigerung der neuen Anfragen, Leadzahlen, mehr eingehende Links, verbesserte Suchpositionen oder mehr indexierte Seiten.

Für die Zieldefinition sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und alle Stakeholder miteinbeziehen.

Hilfreich sind dabei sogenannte SMART-Goals, also Ziel mit folgenden Attributen:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Erreichbar (Achievable)
  • Realistisch und
  • Terminitert

Ein Beispiel für ein SMART-Goal im Bereich SEO könnte sein: „Wir möchten die Besucherzahlen auf unseren Karriereseiten innerhalb von 12 Monaten verdoppeln und 25% mehr Bewerbungen generieren“.

 

Wo stehen wir jetzt, wo wollen wir hin: Die Gap-Analyse

Hat man die Ziele definiert, gilt es, einen genauen Blick auf die eigene Webseite zu werfen und die Frage nach dem Status quo zu stellen. Ist dieser erhoben, werden Maßnahmen zur Erreichung des Zielzustandes definiert. Da dies – je nach Größe und Umfang der Webseite – schnell unübersichtlich werden kann, sollte man die Analyse in sinnvolle Teilelemente herunterbrechen. Sinnvolle Teilelemente sind dabei:

  • Technische Aspekte
  • OnPage Aspekte
  • Content
  • OffPage Aspekte

 

SEO Onpage Offpage Faktoren

 

Technische Analyse

Der erste Ansatzpunkt für eine Analyse sollte technischer Natur sein: In unserer Infografik haben wir die wichtigsten technischen SEO Faktoren aufgeführt. Nur eine technisch gut aufgestellte Webseite hat das Potential überhaupt von Suchmaschinen entdeckt und indexiert zu werden.

Dabei kann man als Faustregel sagen, dass der technischen Optimierung umso mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte, je mehr Unterseiten eine Webseite hat. Eine kleine WordPress-Seite ist in der Regel innerhalb einiger Stunden komplett optimiert. Große und komplexe Seiten, wie beispielsweise Onlineshops, benötigen auch einen deutlich größeren Fokus auf die Aufgabe.

Wie man eine technische Analyse in der Praxis durchführt folgt in Kürze.

 

OnPage Analyse

Während die technischen Faktoren in der Regel die ganze Webseite betreffen, sollten Sie sich im nächsten Schritt die OnPage Faktoren ansehen. Diese sind in der Regel für jede Unterseite einzeln zu analysieren.

Achtung: Eine Zielsetzung auf Seitenebene gehört aus unserer Sicht nicht in eine SEO Strategie, das wäre zu feingranular und findet in der Umsetzungsphase statt. Auf Strategieebene sollten eher Ziele wie eine gute User Experience, sinnvolle und optimierte Tags und der richtige Einsatz von Keywords stehen. Diese Faktoren werden dann in der Umsetzungsphase für alle Seiten einzeln überprüft und gegebenenfalls optimiert.

Auf dieser Seite finden Sie alle wichtigen Punkte zum Thema OnPage Optimierung.

 

OffPage Analyse

Beim Thema OffPage Analyse dreht sich alles um die Autorität der Webseite – welche vor allem über relevante Backlinks, also Links von externen Webseiten auf die eigene Seite – signalisiert wird.

Wer eine SEO Strategie erstellt, kommt um das Thema Backlinkaufbau nicht herum. In der Strategie sollte festgehalten werden, wie und woher neue Backlinks kommen sollen und vor allem wie man dies ermöglicht. Denn da die Links von fremden Seiten kommen, kann niemand gezwungen werden, auf die eigene Seite zu verlinken.

Und auch hier bietet sich die Arbeit im Team wieder an: Gemeinsam sollte man überlegen, wie man andere Seiten überzeugt, die eigene Seite zu verlinken. In einem ersten Schritt könnte dies zum Beispiel die gegenseitige Verlinkung mit lokalen Unternehmen, das teilen in den sozialen Medien oder die Zusammenarbeit mit Bloggern und Influencern sein.

Hier alle wichtigen Faktoren zur OffPage Optimierung

 

 

Content Analyse

Der nächste sinnvolle Unterpunkt einer SEO Strategie sollte sich um das Thema Content drehen. Wir haben in unserem Übersichtsartikel schon festgestellt, dass Content das wichtigste Element einer Webseite ist. Daher sollte einer soliden Content Strategie im Rahmen einer SEO Strategie entsprechend viel Raum eingeräumt werden.

Dabei sollte man sich wieder mit allen Unternehmensbereichen und deren Zielen abstimmen.  Anhand der Ziele werden auch hier wieder Maßnahmen abgeleitet. Beim Thema Content spielen dabei vor allem die Zielgruppe, die Themen sowie die Keywords eine zentrale Rolle.

Außerdem sollte eine Frequenz festgelegt werden, mit der neuer Content veröffentlicht wird – denn wie schon im Übersichtsartikel beschrieben ist Aktualität ein großer Faktor für Suchmaschinen.

Hier erfahren Sie wie man das Thema Content im Rahmen von SEO am besten angeht.

 

Umsetzung und Kontrolle

Nachdem Ziele, Status Quo und Maßnahmen geklärt und die Strategie aufgesetzt ist, geht es um die Umsetzung der Suchmaschinenoptimierung. Bei der Umsetzung kommt es immer sehr drauf an, was die Beteiligten in welchem Umfang selbst leisten können. Während die Erstellung angemessener Inhalte meist „Inhouse“ erledigt werden kann, sind technische Maßnahmen sowie Linkbuilding in der Regel Punkte, bei denen man externe Unterstützung heranziehen sollte.

Wichtig ist – wie bei jeder Strategie – dass für die Maßnahmen Verantwortlichkeiten, Zielwerte und Deadlines festgelegt und auch überprüft werden. Wenn die Ziele wie oben beschrieben SMART-Goals sind, ist die Festlegung der Parameter in der Regel recht einfach.

 

Tracking mit KPIs

Aus den zuvor gesteckten Zielen lassen sich dann KPIs (Key Performance Indikatoren) ableiten, anhand welcher der Fortschritt messbar gemacht werden kann. Brauchbare Kennzahlen zur Steuerung von SEO Kampagnen sind beispielsweise

  • Der Traffic (insgesamt oder auf bestimmte Unterseiten)
  • Die Anzahl indexierter Seiten
  • Neue Anfragen / Leads
  • Der Return on Investment
  • Die Anzahl eingehender Links
  • Das Ranking einzelner Keywords

 

Fazit

SEO Maßnahmen sollten durchdacht sein und in einer Strategie festgehalten werden. Eine SEO Kampagne sollte durchdacht, geplant und während der Durchführung kontrolliert und gesteuert werden. Für den Erfolg ist es wichtig, dass alle Stakeholder im Unternehmen eingebunden werden und bei der Zieldefinition mitwirken.

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